Webhosting: Von Kosten bis Sicherheit

Fakt ist: Die unternehmerische Internetpräsenz ist in unserem heutigen Digitalzeitalter unverzichtbar geworden. Das Vorhandensein einer Unternehmenswebseite bildet dabei, noch vor Profilen in sozialen Netzwerken, eine entsprechende Mindestanforderung. Die Homepage ist quasi zum digitalen Aushängeschild von Firmen geworden – wer keine hat, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zumindest als altbacken, wenn nicht sogar als unseriös, abgestempelt. Website-Besitzer müssen hierzu jedoch ein Webhosting-Service in Anspruch nehmen. Hierzu der folgende Text. – Jenna Eatough

Begriffsklärung

Beim Webhosting kommt es zur Ablage von Webseiten auf einem externen Server eines spezifischen Cloud-Anbieters. Letztgenannter stellt Speicherplatz („Webspace“) für Content im Netz zur Verfügung. Wichtig ist eine ununterbrochene Verbindung des Servers mit dem WWW, um ein Abrufen der Webseite zu jedem Zeitpunkt zu ermöglichen.

Für wen macht das Sinn?

Insbesondere für Privatpersonen und kleinere Betriebe ist Webhosting zu empfehlen, da die Inanspruchnahme eines eigenen Servers nicht nur kostenreich, sondern auch zeitintensiv und mühsam ist. Ein Server lässt sich zudem von mehreren Klienten nutzen, sofern es sich um einfach gehaltene WWW-Auftritte handelt.

Kostenfaktor

Pauschale Aussagen über die genauen Kosten für Webhosting können nicht getroffen werden. Vielmehr hängt dies davon ab, welcher Zweck mit der entsprechenden Internetseite verfolgt wird. Die Bandbreite an Angeboten reicht von Offerten in minimaler Höhe von etwa 1,99 € monatlich bis hin zu Preisen im zweistelligen Bereich. Für kleine Unternehmen und Privatpersonen genügt in der Regel schon Erstgenanntes. Größere Firmen hingegen können einen Managed-Server nutzen, wobei ein Teilen des Servers mit weiteren Kunden kein Muss ist. Für einen solchen Service ist mit Kosten in Höhe von etwa 29 bis 99,99 € zu rechnen.

Sicherheitsfaktor

Besonders im digitalen Raum wird zunehmend mehr Wert auf Sicherheit gelegt – auch beim Webhosting. Durch Wahl eines spezifischen Produkts kann, in einem begrenzten Ausmaß, Einfluss auf bestimmte Kriterien genommen werden. Dennoch bleibt die Sicherheit des Rechenzentrums unbeeinflussbar. Umso wichtiger wird also die Inanspruchnahme eines vertrauenswürdigen Webhosting-Anbieters.

In Sachen Sicherheit lassen sich insgesamt vier betroffene Kategorien beim Webhosting ausmachen:

  • Sicherheit der Rechenzentren: Konkret geht es hier um die Sicherheit des Gebäudes, eine ausfallsichere Energieversorgung sowie eine Klimatisierung.

  • Sicherheit des Netzwerks beim Provider: Im Fokus stehen Firewalls und Intrusions-Prevention-Systeme.

  • Produktsicherheit: Gegenstand der Betrachtung sind dabei Backups, Betriebssysteme- und Software-Updates, Maßnahmen der Systemüberwachung und administrative Produktsicherheit.

Alleine Punkto Produktsicherheit lässt sich durch den Klienten reglementieren. Dabei steht die Sicherheit in Abhängigkeit von der gewählten Art des Webhostings. Die Shared-Hosting-Variante bietet beispielsweise nur verhältnismäßig geringen Spielraum bezüglich der Sicherheitsoptionen, wohingegen ein dedizierter Root-Server hier mehr zu bieten hat. Auch die Sicherheitseigenschaften eines virtuellen Servers divergieren von denjenigen einer Cloud. Gleichgültig, um welche konkrete Art des Webhostings es geht: Es gelten dieselben Aspekte der Produktsicherheit. Hierzu zählen:

  • Backups von Dateien und Datenbanken

  • Updates für Systeme und Software

  • Server-Festplatten im RAID-Verbund

  • Ununterbrochene Server-Beaufsichtigung

  • Service sowie Support

  • Verfügbarkeit

  • Datenschutz

Exkurs: Sicherheit auf dem Server

Wer einen Server betreibt, muss sich um die Wahrung der Systemsicherheit und des Datenschutzes – nicht zuletzt für die Seitenbesucherschaft – bemühen. Ein leichtfertiger Umgang mit den Sicherheitseinstellungen kann zum Abgriff von Nutzer-Daten und einer anschließenden rechtswidrigen Verwendung dieser führen. Ein Mindestmaß an Sicherheit kann durch die folgenden Maßnahmen hergestellt werden:

  • Wahl eines „sicheren“ Betriebssystems

  • Installation des Betriebssystem in Minimal-Variante

  • Ausführen sämtlicher Sicherheitsupdates

  • Meidung zusätzlicher Software

  • minimale Rechtsvergabe für Programme sowie Nutzer

  • regelmäßige Überprüfung des Servers auf eine Abänderung der Programme hin

  • Erstellen von Backups

Hierbei handelt es sich jedoch nur um ein Minimum an Sicherheit; weitere Maßnahmen können in Anspruch genommen werden.

Um die Sicherheit eines Webservers zu überprüfen, muss ein Angriff vorgetäuscht werden – kein Kinderspiel, da deutschlandweit jedwede Hackertools illegal sind. Dem Gebrauch solcher Anwendungen steht §202 c StGB (besser bekannt als der „Hackerparagraph“) entgegen. Mittlerweile bieten moderne Firmen jedoch einen derartigen Service an.

Über die Autorin: Jenna Eatough studierte an der Universität Regensburg zunächst Rechtswissenschaften mit Abschluss der juristischen Zwischenprüfung und dann Medienwissenschaften (BA). Heute lebt sie in Berlin und ist unter anderem als freie Journalistin für verschiedene Verbände tätig.

Enrico Schütze

Ich betreibe Internetmarketing mit Leidenschaft und verhelfe netten Menschen zu mehr Geld und Freiheit in Ihrem Business. Darüber und zu anderen Internetthemen schreibe ich hier.

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